DSGVO und öffentliche Datenrisiken auf Websites
Viele Websites geben unbemerkt personenbezogene Daten preis. Das ist nicht nur ein DSGVO-Risiko, sondern gefährdet auch das Vertrauen Ihrer Kunden.
Die DSGVO gilt für jedes Unternehmen mit Kunden in der EU — unabhängig von der Unternehmensgröße. Eine der häufigsten und zugleich übersehenen DSGVO-Verstöße ist die unbeabsichtigte Veröffentlichung personenbezogener Daten auf der eigenen Website.
Was sind "öffentliche Datenrisiken"?
Öffentliche Datenrisiken sind personenbezogene Daten, die für jeden Internetnutzer zugänglich sind — oft ohne Wissen des Website-Betreibers:
- E-Mail-Adressen im Klartext im HTML-Quelltext - Namen und Kontaktdaten in ungeschützten PDF-Dateien - Interne Dokumente, die über die URL-Struktur auffindbar sind - Debug-Informationen mit Benutzerdaten in Fehlermeldungen
Wo verstecken sich diese Daten?
Verzeichnisse ohne Zugriffsschutz Upload-Ordner, Backup-Verzeichnisse und Log-Dateien sind oft ohne Authentifizierung zugänglich.
WordPress- und CMS-Datenlecks WordPress-Nutzerdaten sind oft über die REST-API abrufbar. Standard-Installationen geben Benutzernamen preis.
Server-Header und Fehlermeldungen Detaillierte Fehlermeldungen verraten oft mehr als gewollt — inklusive Server-Pfade und manchmal Datenbank-Inhalte.
DSGVO-Konsequenzen
Ein DSGVO-Verstoß kann mit bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes geahndet werden. Auch kleine Unternehmen sind betroffen.
So schützen Sie sich
1. Regelmäßige externe Prüfung: Ein Blick von außen zeigt, was Angreifer sehen 2. Zugriffsrechte prüfen: Verzeichnisse und Dateien restriktiv absichern 3. Keine Debug-Modi in Produktion: Deaktivieren Sie detaillierte Fehlerausgaben 4. Datenschutzerklärung aktuell halten: Sie muss beschreiben, was tatsächlich an Daten verarbeitet wird
Unser AI Privacy Check scannt Ihre Website automatisch auf öffentlich zugängliche personenbezogene Daten.
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