Was ist DMARC? Ein Leitfaden für kleine Unternehmen
DMARC schützt Ihre Domain vor E-Mail-Spoofing. Erfahren Sie, wie DMARC funktioniert, warum es für kleine Unternehmen wichtig ist und wie Sie es einrichten.
E-Mail-Spoofing ist eine der häufigsten Angriffsformen im Internet. Kriminelle fälschen die Absenderadresse Ihrer Domain und verschicken Phishing-Mails, die scheinbar von Ihnen stammen. DMARC ist der wirksamste Schutz dagegen.
Was ist DMARC?
DMARC steht für Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance. Es ist ein E-Mail-Authentifizierungsstandard, der auf SPF und DKIM aufbaut und festlegt, wie empfangende Mailserver mit nicht authentifizierten E-Mails umgehen sollen.
DMARC beantwortet drei Fragen: 1. Ist die E-Mail wirklich von der Domain, die im Absender steht? 2. Was soll mit E-Mails passieren, die diese Prüfung nicht bestehen? 3. Wer bekommt Berichte über missbräuchliche Versuche?
Warum brauchen kleine Unternehmen DMARC?
Viele Kleinunternehmer denken, sie seien zu unbedeutend für E-Mail-Angriffe. Das Gegenteil ist der Fall. Angreifer nutzen automatisierte Skripte, die wahllos alle ungeschützten Domains angreifen. Ohne DMARC kann jeder Ihre Absenderadresse fälschen — und Sie bekommen es nicht einmal mit.
Die Folgen von E-Mail-Spoofing: - Ihre Kunden erhalten gefälschte Rechnungen mit Ihrer Absenderadresse - Ihr Ruf wird geschädigt, selbst wenn Sie nichts dafür können - Ihre legitimen E-Mails landen im Spam-Ordner - Sie verlieren die Kontrolle über Ihre Domain-Reputation
Wie DMARC funktioniert
DMARC baut auf zwei älteren Standards auf:
SPF (Sender Policy Framework) SPF legt fest, welche Server E-Mails für Ihre Domain versenden dürfen. Ein SPF-Eintrag in Ihrem DNS listet alle autorisierten Mailserver auf.
DKIM (DomainKeys Identified Mail) DKIM signiert Ihre ausgehenden E-Mails kryptografisch. Der empfangende Server prüft die Signatur — ist sie gültig, wurde die E-Mail unterwegs nicht verändert.
DMARC-Richtlinien
DMARC definiert drei Stufen:
- p=none (Überwachung): Keine Maßnahmen, nur Berichte. Gut für den Einstieg.
- p=quarantine (Quarantäne): Nicht authentifizierte E-Mails landen im Spam-Ordner.
- p=reject (Ablehnung): Nicht authentifizierte E-Mails werden blockiert. Maximaler Schutz.
Praktische Einrichtung
Ein DMARC-Eintrag in Ihrem DNS sieht so aus:
_dmarc.ihredomain.de. IN TXT "v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de; ruf=mailto:forensik@ihredomain.de; pct=100"
Die wichtigsten Parameter: - v=DMARC1: Protokollversion - p=quarantine: Richtlinie für Fehlschläge - rua: Adresse für aggregierte Berichte - ruf: Adresse für forensische Berichte - pct: Prozentsatz der E-Mails, auf die DMARC angewendet wird
Fazit
DMARC ist keine Option — es ist eine Notwendigkeit. In 30 Minuten eingerichtet, schützt es Ihre Domain dauerhaft vor E-Mail-Fälschung. Mit unserem kostenlosen DMARC Checker sehen Sie in Sekunden, ob Ihre Domain geschützt ist.
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