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Website-Sicherheitscheck für kleine Unternehmen: Der komplette Leitfaden 2026

Jede Woche werden tausende kleine Unternehmens-Websites gehackt — nicht weil die Angreifer so raffiniert sind, sondern weil grundlegende Schutzmaßnahmen fehlen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Website selbst auf die häufigsten Schwachstellen prüfen.

1. HTTPS und TLS — die Basis

Öffnen Sie Ihre Website im Browser. Wenn in der Adresszeile ein Schloss-Symbol erscheint und die URL mit https:// beginnt, ist die Verschlüsselung aktiv. Fehlt das Schloss oder erscheint eine Warnung “Nicht sicher”, fehlt ein gültiges TLS-Zertifikat.

Sofort-Check: Kostenloser Scanner → prüft HTTPS in 10 Sekunden.

Kosten: Ein TLS-Zertifikat gibt es kostenlos bei Let’s Encrypt. Die Installation dauert etwa 15 Minuten.

2. HSTS — die unsichtbare Schutzschicht

HTTPS allein reicht nicht. HSTS (HTTP Strict Transport Security) zwingt Browser, immer die verschlüsselte Verbindung zu nutzen — auch wenn jemand http:// eintippt.

Prüfen: Öffnen Sie die Browser-Entwicklertools (F12) → Tab “Netzwerk” → Seite neu laden → ersten Eintrag anklicken → unter “Response Headers” nach Strict-Transport-Security suchen.

Empfehlung: max-age=31536000; includeSubDomains; preload

3. Security Header — Schutz vor Clickjacking und XSS

Security Header sind unsichtbare Anweisungen an den Browser, die Ihre Besucher vor Angriffen schützen:

HeaderWas er tutEmpfohlen
X-Frame-OptionsVerhindert ClickjackingDENY oder SAMEORIGIN
X-Content-Type-OptionsVerhindert MIME-Sniffingnosniff
Content-Security-PolicyVerhindert XSS-AngriffeSiehe unten
Referrer-PolicyKontrolliert Referrer-Datenstrict-origin-when-cross-origin

Sofort-Check: Unser kostenloser Scanner zeigt Ihnen in 10 Sekunden, welche Header fehlen.

4. E-Mail-Sicherheit — SPF, DKIM, DMARC

Das ist der am häufigsten übersehene Schutz. Ohne SPF, DKIM und DMARC kann jeder E-Mails mit Ihrer Domain als Absender verschicken — perfekt für Fake-Rechnungen.

Minimal-Konfiguration für jede Domain:

# SPF (DNS TXT-Eintrag)
v=spf1 include:_spf.example.com ~all

# DKIM (über E-Mail-Provider einrichten)

# DMARC (DNS TXT-Eintrag)
v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihre-domain.de

Starten Sie mit p=none (Monitoring-Modus) und steigern Sie auf p=reject, sobald Sie sicher sind, dass legitime E-Mails korrekt authentifiziert werden.

5. WordPress — die häufigste Angriffsfläche

WordPress betreibt über 40 % aller Websites — und ist damit das beliebteste Ziel für automatisierte Angriffe.

Die 5 wichtigsten WordPress-Prüfungen:

  1. Admin-Seite verstecken: Ist /wp-admin öffentlich erreichbar? → IP-Einschränkung oder zusätzliche Auth-Ebene einrichten
  2. Plugins und Themes aktuell? → Automatische Updates aktivieren
  3. XML-RPC deaktivieren: Wird für Brute-Force-Angriffe genutzt
  4. Standard-Benutzernamen “admin” ändern
  5. Login-Versuche begrenzen: Plugin wie “Limit Login Attempts Reloaded” installieren

6. DSGVO-Signale — Vertrauen beginnt bei Transparenz

Eine datenschutzkonforme Website ist nicht nur rechtlich notwendig — sie signalisiert Ihren Kunden Professionalität.

Fazit: 30 Minuten reichen für 80 % der Sicherheit

Die meisten Lücken lassen sich in einer halben Stunde schließen. Für eine professionelle externe Prüfung mit schriftlichem Bericht und priorisierten Handlungsempfehlungen:

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